Brütten und das Kloster Einsiedeln

Mehr als 850 Jahre lang, von 979 bis 1834, spielte das Kloster Einsiedeln in Brütten als Grundherr eine wichtige Rolle. Das schmucke Pfarrhaus, die Zehntenscheune und das Sechthaus sind bis heute sichtbare Zeichen dieser Beziehung. von Cornel Dora, Historiker und Mitglieder der Arbeitsgruppe Erinnerungsorte Am Anfang der Einsiedler Präsenz in Brütten steht ein am 15. Januar 979 von Kaiser Otto II. bestätigter Gütertausch, durch den der ursprünglich st. gallische Besitz in Brütten ans Kloster Einsiedeln übergeben wurde. Der Tausch betraf auch die Kirche von Brütten und den Seelsorger Ruotcilinus «mit allen seinen Söhnen». «Unterm Krummstab ist gut leben» lautet eine alte Redensart. Sie spielt darauf an, dass geistliche Herren meist vergleichsweise gut für ihre Untertanen sorgten. Brütten hatte im Herrschaftssystem des Klosters Einsiedeln eine wichtige Stellung, denn hier befand sich nicht nur ansehnlicher Grundbesitz, sondern auch ein sogenannter «Dinghof». Von diesem aus verwaltete vom 14. bis 18. Jahrhundert ein klösterlicher […]

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